Europäische Kommission, Luxemburg

Wie bilden wir die Leitgedanken der EU in einem Gebäude ästhetisch ab?

Das Grundstück für den neuen Bürokomplex „Jean Monnet 2“ befindet sich im Europaviertel auf dem Plateau Kirchberg in Luxemburg. Hier sind verschiedene europäische Institutionen versammelt wie der Gerichtshof, das Parlament und der Rechnungshof. Das rund 190.500 m² große Ensemble gliedert sich in einen circa 90 Meter hohen Büroturm und einen siebengeschossigen, rund 180 Metern langen Gebäuderiegel.

Die Offenheit des Europäischen Staatenbundes übersetzen wir architektonisch in eine einladende städtebauliche Geste: Die Eingangshalle, die „Hall of Nations“, setzt den öffentlichen Vorplatz nach innen fort und erstreckt sich als kommunikative Magistrale über die gesamte Tiefe des Gebäudes. Als Rückgrat des Neubaus und innenliegender Boulevard verbindet sie alle Abteilungen und Bereiche miteinander. Das fördert den Austausch unter den rund 3.920 Mitarbeiter*innen und Besucher*innen. Angebunden sind auch das Konferenzzentrum mit Auditorium, das Mitarbeiterrestaurant, die Cafeteria und die Bibliothek. Unterschiedlich gestaltete Orte der informellen Kommunikation – Stege, Besprechungsboxen und Treppen – sollen die Magistrale zusätzlich beleben.

Durch eine einladende architektonische Geste, die das Prinzip der Offenheit des Staatenbundes verkörpert.

Europäische Kommission

Projekt: Europäische Kommission, Luxemburg

Auftraggeber: Großherzogtum Luxemburg

BGF: 190.500 m²

Wettbewerb: 12/2010, Finalist

Baubeginn: 2018

Fertigstellung: 2024

„Transparenz, Flexibilität und Offenheit: Wir übertragen die Leitwerte der EU in eine flexible Architektur, die informelle Kommunikation und Begegnungen fördert.“

Dialog, Flexibilität und Offenheit sind nicht nur Leitwerte des Europäischen Staatenbundes, sondern zeichnen auch ein gutes Bürogebäude aus. Die städtebauliche Geste, die sich zum Vorplatz öffnet, bringt diese Werte zum Ausdruck.

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